Biografie - Peter Bruns - Violoncello

Peter Bruns

„Das ist eine der besten CD-Aufnahmen des Jahres - vielleicht sogar des Jahrzehnts. [...] Was wir hier vorfinden, kommt unter den 'authentischen' Aufführungen der letzten Zeit Casals am nächsten.“    

(Early Music Review über die CD-Aufnahme der 6 Cellosuiten von J. S. Bach)

„Peter Bruns tut das, was er auf seinem Tononi-Cello von 1730 am liebsten tut: Er deklamiert. So wie Pablo Casals, in dessen Besitz das Instrument auch gewesen war. Die Nähe zu Casals bestätigte Peter Bruns einmal mit den Worten: ‚Ich versuche auch, auf dem Instrument zu sprechen’.“

(Maja Ellmenreich im Deutschlandradio Köln)

 

Künstlerische Glaubwürdigkeit und interpretatorische Authentizität, klangliches Temperament und präzise, nuancierte Tongebung zeichnen sein Spiel aus: Peter Bruns zählt zu den führenden deutschen Cellisten.

Solokonzerte und Recitals führten Peter Bruns in die renommiertesten Musikzentren sämtlicher Kontinente, so u. a. in die Berliner Philharmonie, die New Yorker Carnegie Hall, die Londoner Wigmore Hall, nach Tokyo und Hong Kong, in die Semperoper Dresden, ins Leipziger Gewandhaus sowie zu bedeutenden Festivals wie in Kuhmo und Bergen, zu den Berliner und Dresdner Musikfestspielen, zum Budapester Frühling, zum Seoul Spring Festival und zu Gidon Kremers Lockenhaus-Festival.

Peter Bruns ist Solist vieler großer Orchester, so z.B. auch auf Tourneen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, des RAI-Sinfonieorchesters, des MDR-Sinfonieorchester und des Berliner Sinfonieorchesters. Er arbeitete u.a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Herbert Blomstedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Christoph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurowski und Bruno Weil zusammen. Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, etwa der Akademie für Alte Musik Berlin.

In den vergangenen Saisons war Peter Bruns u.a. in Konzerten im Musikverein Wien, in Berlin, in der Kölner Philharmonie, in Leipzig, Tokyo, Seoul, Auckland und Bangkok zu hören. In der laufenden Saison spielt er u.a. in der Berliner Philharmonie Haydns Cellokonzert D-Dur, außerdem Cellokonzerte von Dvorak, Volkmann, Boccherini, Dutilleux, Gulda sowie Offenbachs „Concerto militaire“.

In Berlin geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Professor Peter Vogler an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Von 1993-2000 war er einer der künstlerischen Leiter des Moritzburg Festivals, 1998 bis 2005 hatte er eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Dresden inne und ist seit 2005 in gleicher Position an der Hochschule für Musik in Leipzig tätig. Meisterklassen führten Peter Bruns in viele Städte Deutschlands, nach New York, London, Seoul, Tokio, Madrid, Frankreich, Australien und Schweden.

In letzter Zeit ist Peter Bruns zunehmend auch als Dirigent in Erscheinung getreten, so u.a. mit dem Händel-Festspielorchester Halle, dem Dresdner Kammerorchester und dem Göttinger Symphonieorchester.
Seit 2014 ist Peter Bruns Künstlerischer Leiter des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig, mit dem er eine eigene Konzertreihe im Leipziger Gewandhaus gestaltet.

Der Cellist hat eine Reihe preisgekrönter CDs aufgenommen, u. a. Gesamteinspielungen der Brahms-Sonaten, der Bach-Suiten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koechlin, Robert Schumann, Robert Volkmann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außerdem Einspielungen des Konzerts a-Moll von Carl Philip Emanuel Bach (Cannes Classical Award „Best CD of the Year“), des Gesamtwerks von Antonin Dvorak für Violoncello und Orchester mit der Staatskapelle Dresden und die hoch gelobten Aufnahmen der Cellokonzerte von Haydn, Schumann und Volkmann mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.

Peter Bruns spielt auf einem Instrument von Carlo Tononi, Venedig 1730, das sich im Besitz des legendären spanischen Cellisten Pablo Casals befand.